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CO₂-Intensität

Um die Treibhausgasemissionen der Emittenten und der Liegenschaften zu vergleichen, müssen Unterschiede zwischen den Emittenten und den Liegenschaften berücksichtigt werden. Das heisst, die Treibhausgasemissionen müssen normalisiert werden. Für Länder, Unternehmen und Liegenschaften besteht ein Ansatz darin, die Treibhausgasemissionen im Verhältnis zum nominalen BIP eines Landes beziehungsweise zum Umsatz eines Unternehmens beziehungsweise zur Geschossfläche einer Liegenschaft zu betrachten. Die daraus resultierende Kennzahl wird CO₂-Intensität genannt.

MSCI ESG Research LLC definiert die CO₂-Intensität für Länder bezüglich produktionsbedingter Treibhausgasmissionen wie folgt. Diese umfassen Treibhausgase wie durch den GHG Protocol Corporate Standard definiert:

CO₂-Intensität Land

=

Treibhausgasemissionen [t CO₂e]

nominales BIP [USD Mio.]

MSCI ESG Research LLC definiert die CO₂-Intensität für Unternehmen bezüglich Scope-1- und -2-Emissionen wie folgt. Diese umfassen Treibhausgase wie durch den GHG Protocol Corporate Standard definiert:

CO₂-Intensität Unternehmen

=

Treibhausgasemissionen [t CO₂e]

Umsatz [USD Mio.]

Die Definition der CO₂-Intensität für Liegenschaften, mit welcher Swiss Life arbeitet, umfasst Treibhausgasemissionen, die aus dem Energieverbrauch zum Betrieb der Liegenschaften resultieren. Grundsätzlich basieren die Treibhausgasemissionen auf Verbrauchswerten und Emis­sionsfaktoren, die den methodischen Grundsätzen des GHG Protocol Corporate Standard entsprechen.

Auf Basis der Charakteristiken von Liegenschaften können sich Schwankungen in den Verbrauchswerten ergeben, beispielsweise aufgrund von temporären Leerständen (zum Beispiel aufgrund von Umbauten oder Umnutzungen). Aus der manuellen Erfassung der Verbrauchswerte für Liegenschaften in der Schweiz ergibt sich eine zeitliche Verschiebung. Um dem Zusammenspiel dieser Gegebenheiten gerecht zu werden, berücksichtigt Swiss Life für Liegenschaften in der Schweiz Verbrauchswerte der letzten drei Jahre und berechnet daraus die jährlichen Durchschnittswerte. Für das restliche PAM-Immobilienportfolio im Direktbesitz erfolgt die Ablesung der Verbrauchswerte via automatische Zählersysteme, so dass auf die Berechnung eines Durchschnittswertes verzichtet wird, oder die Liegenschaften sind aus der Analyse aus­geschlossen.

Für einen Teil der Liegenschaften sind keine oder nur unvollständige Daten (exklusive Mieterstrom) vorhanden. Diese Liegenschaften werden aus der Berechnung ausgeschlossen. Dadurch entfallen beispielweise die Liegenschaften in Deutschland. Darüber hinaus schätzt Swiss Life für einen Grossteil der Liegenschaften die Treibhausgasemissionen, welche sich aus dem Mieterstrom ergeben. Zur Schätzung verwendet Swiss Life in der Schweiz Schätzwerte des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Für das restliche PAM-Immobilienportfolio im Direktbesitz sind Mieterstromdaten vorhanden oder die Liegenschaften sind aus der Analyse ausgeschlossen.

Swiss Life orientiert sich bei der Normalisierung der Treibhausgasemissionen (Berechnung der CO2-Intensität) von Liegenschaften an den Szenarioannahmen des Tools «Carbon Risk Real Estate Monitor» (CRREM) und verwendet dazu die Geschossfläche.

CO₂-Intensität Liegenschaft

=

Treibhausgasemissionen [kg CO₂e]

Geschossfläche [m2]